Richtiges Verhalten gegenüber einem Führhundgespann (Führhundhalter und Führhund):

Blinde und sehbehinderte Menschen sind Dank ihres Führhundes in der Lage sich selbstständig, sicher und in zügigem Tempo zu bewegen. Der Führhund kann diese anspruchsvolle Aufgabe jedoch nur wahrnehmen, wenn er dabei nicht gestört wird.

Das richtige Verhalten von Autofahrern, Fahrradfahrern und auch Fußgängern ist daher sehr wichtig!

Wenn der Führhundhalter die Straße überqueren möchte:

Beim Überqueren der Straße ist Blinden und Sehbehinderten mit Führhund und / oder weißem Langstock immer der Vortritt zu gewähren.

Der Führhundhalter zeigt mit dem weißen Langstock am ausgestreckten Arm an, dass er die Fahrbahn überqueren möchte.

Autofahrer, die extra anhalten, sollten das Fenster herunterlassen und laut und deutlich sagen, dass die Straße vor dem Auto überquert werden kann.

Wenn der Führhundhalter eine Ampel überqueren möchte:

Da der Hund die Verkehrsampel nicht interpretieren und den Verkehr nicht abschätzen kann, teilen Sie dem Blinden oder Sehbehinderten mit, dass die Ampel auf grün steht. Leider sind nicht alle Ampeln mit einem für Blinde und Sehbehinderte erkennbaren System ausgerüstet, so dass sehr viel mit dem Gehör gearbeitet werden muss.

Leise Verkehrsteilnehmer wie Fahrradfahrer und Fußgänger:

Machen Sie sich akustisch bemerkbar, damit man weiß woher Sie kommen. Im Übrigen gelten die allgemeinen Verhaltensregeln.

Einem Führhund ist überall Zugang zu gewähren, also auch da wo ein Hundeverbot besteht (z.B. Lebensmittelgeschäft, Restaurant, Arztpraxis, …).

Wenn Sie sehen, dass ein Blinder oder Sehbehinderter mit seinem Führhund in Schwierigkeiten gerät, sprechen Sie ihn an und bieten Sie ihm Ihre Hilfe an.

Als Hundehalter:

Wenn der Führhund das Führgeschirr trägt, rufen Sie Ihren Hund zu sich und leinen Sie ihn an.

Lassen Sie das Führhundgespann ungestört vorbei gehen oder umgehen Sie es mit Ihrem Hund zügig mit ausreichend Abstand.

Vermeiden Sie jeden Kontakt mit dem Führhund wenn er im Führgeschirr ist. Bitte nicht rufen, streicheln oder füttern.

Wenn der Führhund angeleint ist oder frei läuft: Auch der Führhund braucht seine Freizeit zum spielen und genießt dann gerne den Kontakt mit seinen Artgenossen. Lassen Sie mit Einverständnis des Führhundhalters Ihren Hund mit dem Führhund spielen.

 

Vielen Dank für Ihr Verständnis!

Ihr Team von blindbook.de