Der Blindenführhund ist in Deutschland rechtlich gesehen ein Hilfsmittel, ähnlich wie ein Rollstuhl. Als solches muss er von den meisten Krankenkassen finanziert werden sofern vom Arzt ein Rezept vorliegt und die Möglichkeiten zur Haltung und Nutzung des Hundes vorhanden sind.

Wer sich um einen Blindenführhund bemühen möchte, benötigt also als erstes eine Verschreibung von seinem Augenarzt. Zusammen mit dem Kostenvoranschlag der gewählten Führhundeschule reicht er diese bei seiner Krankenkasse ein und beantragt die Versorgung mit einem Blindenführhund. Es empfiehlt sich, die individuelle Notwendigkeit der Versorgung im Antrag ausführlich darzulegen und die Wahl einer bestimmten Führhundeschule zu begründen, da die Krankenkassen immer häufiger versuchen, eine Versorgung abzulehnen oder den Versicherten an eine andere (billigere) Schule zu verweisen. In manchen Fällen sind auch die Berufsgenossenschaften die zuständigen Kostenträger.

Die Schulung im Gebrauch des Blindenführhundes als neues Hilfsmittels erfolgt im Rahmen eines Einführungslehrganges, der cirka drei Wochen dauert. Der Lehrgang sollte mindestens zur Hälfte am Wohnort des Halters stattfinden, damit die wichtigsten Wegstrecken des Führhundhalters sicher eingeübt werden können. Gerade in den ersten Wochen empfiehlt es sich mit dem Hund in gut vertrauter Umgebung zu arbeiten, um das konsequente schulmäßige Arbeiten des Hundes zu erhalten.

Am Ende des Lehrgangs beziehungsweise nach Ablauf einiger Wochen sollte im Rahmen einer Gespannprüfung die sichere Gespannzusammenarbeit überprüft werden. Zu dieser Prüfung sind die Kassen rechtlich verpflichtet, jedoch wird aus Kostengründen oft darauf verzichtet, was vielen Billigschulen ihr unseriöses Arbeiten erst ermöglicht. 

Quelle:  http://www.guidedogs-gruenberger.de/faq/65-wie-bekommt-man-einen-blindenfuehrhund

 

Aus eigener Erfahrung:

 

Wenn man sich dazu entschließt, einen Blindenführhund zu beantragen, sollte man sich vorher auf jeden Fall einige Schulen ganz genau ansehen!

Wie werden die Hunde gehalten und wie läuft die Ausbildung ab?

Was können die Hunde schon als Basics?

Auf was legt die Schule Wert und schauen sie nach meinen persönlichen Bedürfnissen mit dem Hund?

Solche und noch einige andere Fragen sollte man sich beim Vergleichen der Schulen schon im Vorfeld stellen…

 

Ich habe meinen Pavel von der Führhundschule in Allschwil (Schweiz), weil mich die Schule durch ihre Ausbildungsmethoden, Haltung der Hunde und dem ganzen drum herum zu 100 Prozent überzeugt hat! Sie haben nicht nur nach dem Wesen des Hundes gesehen sondern sind auch auf mein Wesen eingegangen und haben auch im Vorfeld mein gesamtes Umfeld in Augenschein genommen um auch dem Hund gerecht zu werden! 

Es gab vorher auch Seminare, die mir eindeutig gezeigt haben was es für eine Aufgabe und Verantwortung ist einen Führhund zu haben. 

Die Schule betreut mich lückenlos und wenn Probleme oder ähnliches auftreten sollten, sind sie auch immer für mich zu erreichen. 

 

Basics, die ein ausgebildeter Führhund meiner Meinung nach von Anfang an beherrschen sollte sind unter anderem Dinge wie Ampeln, Zebrastreifen, Türen (Eingänge, Ausgänge, Aufzüge, Bus, Bahn, Fahrzeuge, Geschäfte…), Bordsteinkanten, Treppen, Schalter (Bank, Post, Kassen in Geschäften…), Sitzgelegenheiten (öffentlich und auch in Verkehrsmitteln und bei Veranstaltungen), tiefe – mittelhohe und hohe Hindernisse anzeigen! Natürlich sollten auch Dinge wie bei Fuss laufen, Sitz, Platz, verbleiben oder auch ruhig stehen bleiben von vorne herein sitzen!

 

Es sollte vorher auch gut überlegt sein ob man dem Führhund im Gegensatz zu der Führarbeit auch genügend Freizeit und Freilauf geben kann! Im Freilauf des Hundes ist mir persönlich sehr wichtig, dass er mir Spielzeug wie Bälle oder Stöckchen immer direkt in die Hand gibt wenn er es aportiert hat und auch dass er im Freilauf in meiner Nähe bleibt. 

Was auch noch –finde ich zumindest- ein sehr positiver Aspekt der Schule in Allschwil ist, ist dass sie ihre Hundekommandos in vereinfachtem italienisch den Hunden beibringen. Sie sind für den Hund einfacher zu verstehen und es hat auch diverse Vorteile wenn man mit mehreren Hunden läuft und seinem Hund ruft, dass nicht gleich alle ankommen und neben einem Platz machen. 

Im ganzen finde ich dass ein Führhund schon viel Arbeit und Aufwand ist, ich aber meinen Pavel niemals wieder hergeben würde weil er mir einfach so viel zurück gibt und natürlich die Mobilität durch einen Führhund wesentlich verbessert wird!

 

Na denn, viel Erfolg!

 

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